Ich mag Menschen. Ich liebe es, ihre Gesichter anzuschauen und kann mich in jedem verlieren. Mein Beruf bringt es mit sich, dass ich Menschen genau beobachte: Wie sie eine Katze streicheln, einen Knopf schließen, das Besteck halten, auf Musik lauschen. Wie sie ihren Kaffee trinken und welchen Sport sie machen. Was sie antreibt und ihren Ehrgeiz weckt oder sie langweilt. Wie sie schauen, wenn sie überrascht oder wütend sind oder etwas zu verbergen haben. Was ihnen wichtig und wertvoll ist, wie sie die Welt um sich herum wahrnehmen.
Ich bin fasziniert davon, wie unterschiedlich sie die Welt sehen: Ehrgeizig, verbissen oder spielerisch leicht, zurückhaltend oder dynamisch, tiefsinnig oder oberflächlich.
Als Lehrerin, Therapeutin und Religionspädagogin begleite ich seit vielen Jahren Menschen auf dem Weg ins Erwachsenwerden, ins Berufsleben und durch den Alltag.
Was ich sehe, höre und beobachte, sammle ich: flüchtige Momente, leise Worte, gute Gedanken, berührende Augenblicke, Begebenheiten am Rande des Weges, zufällige Begegnungen. Meine Schätze und meine Träume zeige ich den Menschen um mich herum - in Schrift, Klang und Ton und in meinen Andachten - manchmal wie eine weise alte Frau, manchmal wie ein staunendes Kind.